Kürschnergate: Mitarbeiterin einer Grünen-Abgeordneten legt Mailverkehr im Bundestag lahm

Seit heute Morgen steht der Bundestag quasi still. – “Nichts neues!” werden da einige sagen, womit sie wahrscheinlich auch gar nicht so Unrecht haben. Doch das Problem, welches um 9:20 Uhr seinen Lauf nahm, behindert das Arbeitstier im Haus: den bzw. die Mailserver.

Eine Wahlkreismitarbeiterin der Grünen – nennen wir sie “Babette” – klickte nichtsahnend in ihrem Mailprogramm bei einer Verteilermail des Referats für Öffentlichkeitsarbeit auf “Allen antworten” und löste damit eine wahre Lawine aus. Sie schickte ihren Vierzeiler an alle Rechner der Bundestagsangehörigen sowie deren Mitarbeiter; insgesamt mindestens 4.032 Stück (lt. ZDF).
Eigentlich kein großes Drama, wäre da nicht der nette Kollege von der SPD gewesen, der seinerseits Babette einen Leitfaden zum Antworten auf Verteilermails zustellte und dabei ebenfalls die Option “Allen antworten” nutzte.

Davon ermutigt griffen jetzt immer mehr Verteilerangehörige zur Tastatur und gaben ihren Senf dazu, bis das System den Stecker zog.
Inzwischen gründeten sich bereits Facebookgruppen und Twitter spricht nur noch vom #Kürschnergate - denn um diesen ging es in der ersten Mail: Kürschner. Eine Infobroschüre für Journalisten und all die Leute, die sich über das Parlament informieren wollen.

Fragt sich nur: Wer hat da keine Ahnung im Adminteam, wie man Verteiler richtig gegen solche “Nutzer” abschottet…

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