• Dunkle Wolken über Cupertino: Final Cut Pro X erzürnt die Gemüter [Update]

    26.06.2011 | 12:08

    So hatte sich der Konzern aus Cupertino das wahrscheinlich nicht gedacht, als man unter dem Titel “Apple revolutioniert Videobearbeitung mit Final Cut Pro X*” die Veröffentlichung der neuesten Version der Profi-Videobearbeitungssoftware bekannt machte: Statt euphorischer Dankeshymnen hagelt es ununterbrochen harsche Kritik.

     

    Final Cut Pro X sorgt für böse Kommentare im Mac App Store ©Apple Inc.

    Es hätte alles so perfekt klappen können: Ein komplett neu programmiertes Stück Software zum Kampfpreis von 239,99€ mit 64-bit Unterstützung, welches die Bearbeitung von Filmen wieder einmal revolutionieren sollte…
    “Sollte” ist hier wohl das richtige Stichwort, wenn man dem Mac App Store glauben schenkt. – Auf gerade einmal 2 1/2 Sterne bei 174 Bewertungen bringt es dort Final Cut* mit gepfefferten Kommentaren wie “Müll”, “Nutzlos” oder “Enttäuschung in höchstem Maße”.

    Was ist schief gelaufen?
    Der Ansatz, ein völlig neues Programm auf die Beine zu stellen und den Preis dabei mehr als zu halbieren war sicherlich nicht falsch. Doch hat man dabei nach Ansicht vieler Nutzer wichtige Aspekte ausser Acht gelassen:

    • ein Import von Projekten vorheriger Final Cut Versionen ist nicht möglich
    • keine Unterstützung von XML und EDL
    • fehlende Codecs
    • keine Möglichkeit von Final Cut 7 auf Final Cut Pro X zu upgraden
    • Bezug nur noch über den Mac App Store möglich
    • Motion 5* und Compressor 4* müssen nun für je 39,99€ dazu gekauft werden

    Die Liste ließe sich beim weiteren Durchlesen der Kommentare im App Store wahrscheinlich immer weiter fortsetzen, was aber auch immer eine Sache von Ansprüchen der einzelnen Benutzer ist. Man kann es eben nicht jedem Recht machen – die absoluten Basics sollten aber auf jeden Fall drin sein. Eine neue Version sollte kein Rückschritt zur vorherigen sein.

    Viele bescheinigen Apple mit der Veröffentlichung von Final Cut Pro X* einen Abzug aus dem Profisegment und sehen hierin eher eine Pro-Version der Heimanwendersoftware iMovie*.

    Wie ernst Apple diese Kritik nimmt, wird sich hoffentlich in den nächsten Wochen zeigen. – Eine Reaktion wäre auf jeden Fall ratsam, wenn man langjährige Kunden nicht an Adobe verlieren möchte.

     

    Update:

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