Ich muss zugeben, dass ich einen Moment lang sprachlos war, als sich die App öffnete, welche mir die kryptischen Inhalte der Cachedaten meines iPhones in eine anschauliche Weltkarte reinzauberte. Ich war quasi von einem auf den anderen Moment “nackt”!
Aber fangen wir vielleicht weiter vorne an….
Das Apple und (fast) alle anderen Hersteller von Handys, Computern und was es sonst noch so mit Ortungsmöglichkeit gibt, meine Positionsdaten speichern war mir schon immer bewusst. Welches Ausmaß dieses Vorgehen haben kann, realisierte ich aber eigentlich erst heute so richtig nach der Lektüre meines Lieblingsportals “SPIEGEL ONLINE“.
In der Rubrik “Netzwelt” fand sich unter dem Titel “Your iPhone is watching you” ein recht bizarrer Artikel, welcher von den beiden amerikanischen Entwicklern Pete Warden und Alasdair Allan erzählt. Beide, ersterer im übrigen Ex-Applemitarbeiter, macht sich auf die Suche nach dem Geodatenspeicher des iPhones, welchen sich der Elektronikkonzern aus Cupertino im Juni 2010 mit einer kleinen Änderung der Datenschutzrichtlinien quasi “legalisierte” und mit dem Update auf iOS 4 auf die Geräte spielte.
Das was sie fanden, war wohl alles andere als erfreulich: Koordinaten gepaart mit genauen Zeitangaben eröffneten sich ihnen. Teilweise sehr unvollständig – manchmal auch sehr unpräzise, da Apple scheinbar nicht auf stromfressende GPS-Ortung setzt, sondern die Postion durch den Abstand zu den Mobilfunkmasten herauszufinden versucht.
Es wäre nur ein “kleiner Skandal”, bestünde nicht für jeden die Möglichkeit ohne jeden Umweg an diese Daten heranzukommen. Dafür reicht nämlich im Grunde der Zugriff auf den Rechner, mit dem das iPhone oder das iPad synchronisiert wird. Die Daten überspielen sich bei jedem Backup automatisch.
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Natürlich macht es weniger Sinn, sich die aufgezeichneten Rohdaten anzusehen. Wer weder Computerpro, noch Geofetischist ist, der wird damit weniger anzufangen wissen…
Der “normale” Computernutzer greift dort lieber auf die App von Warden und Allan zurück, die all das in eine nette Karte überträgt. Zoomen und Zeitsprünge natürlich inbegriffen!
Fazit
Angst verspüre ich eher weniger…. Vielmehr verunsichert es mich, wie wir immer mehr zum gläsernen Menschen werden, ohne es wirklich zu wollen.
Zumal es unklar ist, was Apple mit diesen Daten anstellt.
Wer ganz sichergehen möchte, sollte vielleicht besser die Ortungsdienste auf dem iPhone abstellen.

Bewegungsprofile á la Apple


[...] Generation befindet. Diese Geräte wurden von Apple nicht mit einem Update versorgt, welches die Vorratsdatenspeicherung nach einem Rezept aus Cupertino auf eine Woche [...]