Es dauert gar nicht mehr so lange, dann beginnt wieder das für Apple so wichtige Weihnachtsgeschäft, bei dem vor allem iPods in Massen über die Ladentische wandern.
Passend zu diesem “Event” hat Apple bisher auch immer seine Produktpalette erneuert.
Schenkt man verschiedenen Analysten und Webseiten glauben, so steht nahezu die gesamte Apple Hardwarelinie vor einem Update. Wir gehen auf die einzelnen Produkte ein und wägen die Wahrscheinlichkeiten ab.
Die iPod Familie

iPod classic
Einst war er das Flagschiff der iPod Familie – heute kann er als Enkel des Ur-iPods beschrieben werden.
Für 229€ bekommt man einen großen iPod mit ClickWheel, welches den iPod so bekannt und seine Bedienung so intuitiv gemacht hat. Mit einer 160GB Festplatte hat er den größten Speicher aller iPods, was ihn mit stolzen 140g aber auch zum schwersten Brocken der Familie macht.
Seit September 2009 hat er kein Update mehr erfahren und es ist auch sehr fraglich, ob Apple ihn noch einmal überarbeitet. Die Festplattentechnologie ist nicht mehr zeitgemäß, der iPod touch bietet ein größeres Display und ist dabei um einiges leichter.
iPod touch
Er war bei seiner Einführung eine Revolution auf dem Markt. Kaum ein anderer Multimediaplayer erhielt so viel Aufmerksamkeit. Inzwischen wird er in der dritten Generazion gefertigt.
Ab 189€ erhält man einen Multimediaplayer mit Touchscreen und 8GB Flashlaufwerk. Wer etwas mehr Geld übrig hat, bekommt für 279€ gar 32GB Speicher und einen noch schnelleren Prozessor. Die 64GB gibt es für sage und schreibe 379€.
Auch der iPod touch hat seit September 2009 kein Update mehr erfahren.
Die damals vorhergesagte Kamera wurde nicht eingebaut, jedoch soll es im Gehäuse Platz für eben so eine geben. Bei einem Produktupdate wird unserer Ansicht nach das 8GB Modell in dieser Form eingestellt. Entweder verschwindet es ganz von der Bildfläche oder wird mit der Technik der dritten iPod touch Generation weitergebaut.
Die vierte Version des Multimediaplayers wird sich am Design des neuen iPhones orientieren und über eine Kamera verfügen, welche wie beim iPhone 4 Videotelefonie via WiFi unterstützen wird. Die Größe des Flashspeichers bleibt unverändert.
iPod nano
Vom kleinen Bruder des iPod 4G entwickelte sich der iPod nano zu einem kleinen, leistungsfähigen Alleskönner. Seit der dritten Generation beherrscht er das Abspielen von Videos und seit der vierten Generation kann er sie dank integrierter Kamera auch aufzeichnen.
Aktuell bekommt man ihn in zwei Speichergrößen (8GB und 16GB) in neun verschiedenen Farben zu Preisen von zu 139€ und 169€.
Wie der iPod classic und der iPod touch wird der nano seit September 2009 unverändert gebaut.
Wir erwarten für dieses Gerät jedoch nur ein Update im kleineren Umfang: mehr Flashspeicher und eventuell eine bessere Kamera, die zusätzlich zum Filmen auch normale Fotos schießen kann.
iPod shuffle
Der iPod shuffle ist der kleinste in der Familie und der einzige iPod ohne Display. In seiner Entwicklung wurde er immer kleiner und ist nun bei einer Größe angelangt, die einen fürchten lässt ihn schnell zu verlieren.
Produziert wird er in zwei Speichergrößen (2GB und 4GB) in fünf unterschiedlichen Farben zu Preisen von 55€, sowie 75€. Im Apple Online Store gibt es eine Sonderserie aus poliertem Edelstahl mit 4GB Speicher zum Preis von 95€.
Der shuffle verfügt seit dieser Generation über eine Sprachausgabe, die das Display zu ersetzen versucht.
Wir erwarten für den shuffle kein Update, auch wenn er seit September 2009 nicht aktualisiert wurde. Noch kleiner geht’s nunmal nicht, ohne die Benutzer zu ärgern
Die Desktop-Mac Familie

Mac mini
Der Mac mini war bisher eher das Stiefkind in der Familie. Er hatte zwar seine Liebhaber, aber wirklich gut verkaufte er sich nicht. Das lag nicht zuletzt daran, dass Apple lange größere Updates ausließ und nur marginal Verbesserungen durchführte.
Im Juni diesen Jahres war es dann endlich soweit: der Mac mini bekam ein komplett neues Outfit und bessere Hardware verpasst.
Er wird von einem Update daher nicht betroffen sein.
iMac
Der iMac, Apples All-in-One Wunder, ist im Laufe seiner Entwicklung auf stolze 27″ angewachsen und vereinigt alles in sich, was ein moderner Desktoprechner benötigt.
Ausgestattet mit großen Festplatten, großen Displays mit LED-Hintergrundbeleuchtung und modernen Intel-Prozessoren der i5 und i7 Generation lässt er beim Endanwender keine Wünsche offen.
Er könnte von einem Update betroffen sein – das letzte fand im Oktober 2009 statt. Auch werden Berichte laut, nach denen Apple keine iMacs mehr produziert und Händler an die Restbestände der Distributoren verweist.
Möglich wären hier neue Prozessoren, eine USB 3.0-Unterstützung und schnellere FireWire Anschlüsse. Die Displaygröße wird die aktuellen 27″ wohl nicht überschreiten – ein BlueRay-Laufwerk ist unwahrscheinlich.
Mac Pro
Der Mac mit der größten Power findet vor allem bei Kunden aus der Multimediabranche großen Absatz. Mit schnellen Prozessoren, einem großen Arbeitsspeicher und relativ guten Erweiterungsmöglichkeiten ist er für den “harten Einsatz” gerüstet.
Seit über einem Jahr, besser gesagt seit März 2009, hat Apple an diesem Modell nicht mehr Hand angelegt. Ein Update ist somit mehr als überfällig!
Neben einem überarbeiteten Design könnte man vor allem neue Prozessoren und eine Unterstützung des neuen USB 3.0 Standards erwarten. Auch schnellere FireWire-Anschlüsse stehen auf der Wunschliste.
Ganz nebenbei sollten wir auch auf neue Grafikchips hoffen, aufgrund des Streits zwischen NVIDIA und Intel wohl aber eher von ATI.
Die MacBook-Familie

MacBook
Als Nachfolger des iBooks stieg das MacBook in tiefe Fußstapfen. Lange gab es Probleme beim Plastikcase, gebrochene Gehäuseteile gehörten quasi zur Tagesordnung.
Mit dem Update im Mai 2010 hat Apple das Case grundlegend überarbeitet und seitdem treten diese Probleme wohl kaum noch auf.
Ein Update in diesem Herbst wird wohl eher unwahrscheinlich sein.
MacBook Pro
Komplett aus Alu umfasst diese Reihe inzwischen drei Displaygrößen: 13″, 15″ und 17″.
Die leistungsfähigen Notebooks haben bereits im April diesen Jahres ein Update erfahren, sodass eine Aktualisierung im Herbst unwahrscheinlich ist.
MacBook Air
Damals als dünnstes Notebook der Welt eingeführt gehört es heute bereits zu den “alten Hasen” auf dem Markt.
Das fehlende optische Laufwerk lies viele zu der Bemerkung herab, das MacBook Air sei lediglich ein überteuertes Netbook mit Apfel.
Das dem nicht so ist hat das MacBook Air bereits des öfteren unter Beweis gestellt.
Auch das Air steht auf unserer Updateliste, hat es doch seit Juni 2009 keines mehr erfahren.
Am Design wird wohl wenig geändert werden – hier spielen dann wohl eher die inneren Werte eine Rolle.
Wann ist es soweit?
“Herbst” ist natürlich eine ziemlich ungenaue Angabe. Wir rechnen jedoch mit einer Pressekonferenz im September, auf der auch das neue iWork ’10 und iLife ’10 vorgestellt werden.
