Exklusivtest: TeacherTool 2.0 – Der Lehrerkalender für das iPhone

Vor fast genau sieben Monaten haben wir uns das letzte Mal mit TeacherTool beschäftigt. Damals noch in einer Version mit einer eins vor dem Punkt.
Heute dürfen wir ganz stolz verkünden, der weltweit erste Blog zu sein, welcher die neue Version 2.0 exklusiv testen durfte – vor dem offiziellen Release!

In diesen sieben Monaten hat sich einiges getan: Trotz den vielen funktionserweiternden Updates für die 1.x- Versionen wartet TeacherTool 2.0 mit einer Vielzahl neuer Features auf. Die wichtigsten im Überblick:

Benotungssystem

  • Verschachtelung von Kategorien ineinander (mit beliebiger Tiefe)
  • Eingabe von Dezimal-Notenwerten in jedem beliebigen Notensystem
  • Gewichtung auch von Einzelnoten (insbes. können damit innerhalb ein- und derselben Kategorie Noten unterschiedlich gewichtet werden)
  • Weit reichende Einflussmöglichkeiten auf die Berechnung von Kategorie-Noten (Durchschnitt, Median, Runden auf Notenstufe / 1. / 2. Dezimalstelle, Abschneiden bei Notenstufe / 1. / 2. Dezimalstelle)
  • Vergabe von festen Notenwerten für Kategorien (früher nur bei Endnote möglich)
  • Jederzeitiger Wechsel des Notensystems (vollkommen reversibel)
  • Grafische Statistik („Notenspiegel“) für jede Note / Kategorie mit minimierter Darstellung schon in der Übersicht
  • Jederzeitiges Umbenennen von Noten und Kategorien
  • Vergabe von farbigen Etiketten für Noten und Kategorien
  • Etikettenfarbe wird auch in der Kursübersicht genutzt
  • Minderleistungen werden durchgängig rot markiert
  • Noten (früher „Notenspalten“) können jederzeit beliebig die zugeh. Kategorie wechseln
  • Ausblenden von Kategorien für mehr Übersicht
  • Neue Noten werden standardmäßig „blog-artig“ hinzugefügt – die neueste Note steht standardmäßig oben/vorn in der Liste

Personenverwaltung

  • Getrennte Tabs für die Anzeige von Noten, Gruppen, Fehlstunden und Bemerkungen, inkl. „Quer-Wisch“-Funktion zum schnellen Wechsel zum nächsten Schüler
  • Kein spezieller Noteneingabe-Modus mehr – ein Tipp auf die entsprechende Notenzelle stellt in dieser die Noteneingabe dar
  • Abwesende Schüler werden mit einem unübersehbaren „Stempel“ markiert
  • Schüttelgeste berücksichtigt Abwesenheitsstatus
  • Direktes Auswählen eines bestimmten Schülers innerhalb der Personendetail-Ansicht (ohne Seitenwechsel)
  • Deutlich vergrößertes Notenkommentar-Feld

Schnellübersicht

=> (ähnlich „QuickLook“-Funktion von OS-X): DAS „Killerfeature“ für den Elternsprechtag!

  • Antippen eines Schülerfotos zeigt superschnell eine komplette Übersicht über alle Daten des Schülers (Name, Gruppen, Endnote, Teilnoten, Fehlzeiten, persönliche und Kursbuch-Bemerkungen
  • Schnellübersicht wird bei CSV-Export als Grafik (PNG) mit exportiert – Anlegen von gedruckten Karteikarten wird damit zum Kinderspiel!

Sitzplan

  • Querkippen des Geräts zeigt in der Kursübersicht einen Sitzplan
  • Ein Sitzplan besteht aus beliebig vielen Tischen, die horizontal oder vertikal in einem beliebig großen Raum angeordnet sind
  • Wechsel in die Personendetails und in die Schnellübersicht direkt aus dem Sitzplan heraus
  • Schnellübersicht direkt aus dem Sitzplan heraus
  • Sitzpläne können aus anderen Kursen übernommen werden (auch aus anderen Jahrgangs-Datenbanken)

Noch bequemer: Neue Erfassung von Fehlzeiten (auch Verspätungen)

  • Ansicht „Es fehlen“ wurde komplett überarbeitet
  • Schnelles Erfassen von Fehlstunden, Fehltagen und Verspätungen (Minuten) durch ein einziges Tippen
  • Anhand der Einträge im Stundenplan werden Fehlstundenanzahl und Verspätung (Minuten) automatisch ermittelt
  • Eintragen von Fehlzeiten auch nachträglich (mit anderem Datum) möglich
  • Auf Wunsch wird beim Eintragen einer Fehlzeit eine Bestätigungsemail (z.B. an ein Schulsekretariat) verschickt

Aus Serienbemerkungen werden Checklisten

  • Bemerkungen, die bei mehreren Schülern mit identischem Datum auftauchen, werden automatisch als Checkliste erkannt und in „Beachten“ zusammen gefasst dargestellt
  • Späteres Aufnehmen von Personen in die Checkliste oder Entfernen aus der Checkliste problemlos mit nur einem Tipp möglich

Und viele weitere praktische Neuerungen, z.B….

  • Versenden von Exporten erfolgt grundsätzlich nur noch passwort-verschlüsselt. Damit verlassen keine personenbezogenen Daten mehr ohne Verschlüsselung ihr iPhone, weder beim Backup, noch beim Export.
  • Fotos werden jetzt beim Import automatisch auf eine Speicherplatz schonende Größe herunter skaliert
  • Fotos werden nun automatisch im Datenbereich von TeacherTool abgelegt und nicht mehr ausschließlich aus dem Adressbuch kopiert. Dadurch können Personen auf Wunsch nach dem Import wieder aus dem Adressbuch gelöscht werden, sofern die Adressbuchfunktion nicht benötigt wird. Die Bilder bleiben erhalten.
  • In den globalen Programmeinstellungen kann eine Standard-Emailadresse angegeben werden, die bei Exporten automatisch eingetragen wird.
  • TeacherTool 2.0 läuft ohne Änderungen voll kompatibel auch auf dem iPad.

Quelle Featureliste: Udo Hilwerling, teachertool.de

Diese Auflistung imponiert aufgrund ihrer Länge, zumal sie nicht einmal vollständig ist! Wir haben uns einige neue Funktionen herausgepickt und möchten nun näher auf diese eingehen.

Der Sitzplan

Bei der unglaublichen Vielzahl von Schülern, mit denen ein Lehrer alleine in einem Schuljahr zu tun hat, ist es wohl ziemlich schwierig deren Namen nach wenigen Tagen auf dem Kasten zu haben. Eine gute Hilfe bietet hier seit eh und je der gute, alte Sitzplan. Diese nützlichen “Spickzettel” verschwinden jedoch mal’ äußerst gerne in den ewigen Jagdgründen und ohne Bilder eigenen sie sich abseits des Unterrichts nur eingeschränkt zum Lernen von Namen.

Für alle Lehrkörper, welche ab Werk nicht serienmäßig mit einem fotografischen Gedächtnis ausgestattet wurden, bietet TeacherTool mit Version 2.0 endlich einen digitalen Sitzplan an.

Auf einem schnieken Holzhintergrund lässt sich von Andreas Apfel, über Lisa Lustig bis hin zu Zilly Zichowitz jeder Schüler inklusive Bild frei platzieren.
Der Sitzplan erscheint, wie von Zauberhand, wenn man das iPhone in der Ansicht der Personenverwaltung in die Waagerechte dreht. Befindet man sich in Untermenüs von TeacherTool erscheint der Sitzplan nicht, was der Benutzung sehr dienlich ist – wer hat schon die Nerven bei jeder falschen Bewegung zwischen Sitzplan und dem eigentlichen Objekt der Begierde zu wechseln?

Nach einem “Doppeltipp” auf den noch leeren Sitzplan öffnet TeacherTool ein Menü, in dem man die Größe und Ausrichtung einer Sitzbank auswählen kann.
Eine Sitzbank kann eine Größe zwischen einem und zehn Plätzen haben. Nach einem Tipp auf “OK” wird die gewünschte Sitzbank dem Plan hinzugefügt.
Die Editoransicht erinnert ein wenig an die Homescreens des iPhones, welche sich auf ähnliche Art und Weise verwalten lassen.

Die neue Sitzbank wird zunächst an der Stelle platziert, an der man zuvor den Doppeltipp ausgeführt hat. Möchte man die Position verändern, drückt man mit einem Finger ein paar Sekunden auf die Sitzbank, bis diese einmal springt und transparent wird. Jetzt lässt sie sich beliebig auf dem Plan verschieben.
In unserem Test hat dies leider nicht immer so ganz geklappt – mit ein bisschen Übung geht die Geschichte aber irgendwann relativ gut von der Hand.
In dieser Manier lässt sich nun ein ganzer Klassenraum auf dem Touchscreen abbilden. Mit dem Verschieben sollte man es jedoch nicht übertreiben: Da das TeacherTool keine Raumgrenzen kennt, kann man seinen Sitzplan theoretisch auf mehrere Meter in horizontaler und vertikaler Richtung ausdehnen. Wer gerne scrollt, dem sei dieses Vorgehen natürlich nicht verboten ;-)

Schüler lassen sich durch einen Tipp auf den entsprechenden Platz zuweisen. Es öffnet sich eine Liste mit allen Schülern des Kurses/der Klasse, welche durch einen weiteren Tipp einfach dem Sitzplan hinzugefügt werden.
Zur besseren Übersicht ist der Liste bereits das Bild des jeweiligen Schülers hinzugefügt. – Das Erstellen des Sitzplans wird somit zum Kinderspiel!
Nach dem Hinzufügen des Schülers wird dieser nicht aus der Auswahlliste gelöscht, er ist also mehrfach in den Plan “einbaubar”. – Laut dem Entwickler ist das allerdings gewollt, da bspw. ein Umsetzen eines Schülers sonst mit einem größeren Aufwand für den Benutzer verbunden wäre.

Hat man seine Zöglinge endlich alle hingesetzt, genügt ein weiterer längerer Druck auf den Holzhintergrund um den Editormodus zu verlassen.
Wer jetzt denkt, dass damit alle Funktionen des Sitzplans erschöpft sind, der sollte jetzt genau aufpassen!
Tippt man jetzt auf einen der Schüler, öffnet sich ein Fenster mit einer Schnellübersicht, welche alle relevanten Daten zum entsprechenden Schüler preisgibt.
Neben einem größeren Bild, dem Namen und den Gruppenzugehörigkeiten erhält man auch Einblick in alle Zensuren und Fehlzeiten.

Die Übersicht eignet sich unter anderem perfekt für Elternsprechtage und Konferenzen – nie wieder ein Detail über den Schüler vergessen (vorausgesetzt, man hat es in TeacherTool eingegeben).
Sitzpläne lassen sch übrigens auch aus anderen Kursen und Jahrgängen importieren! Häufig genutzte Räume müssen so nur einmal erstellt werden und je nach Kurs mit den entsprechenden Schülern bestückt werden. Hier winkt Arbeitserleichterung! :)

Fehlzeiten

Bisher war es mit TeacherTool lediglich möglich, Fehltage zu notieren – mit der nächsten Version wird sich dies ändern.
Neben Fehltagen können nun auch Fehlstunden (sehr zum Vorteil bei Oberstufenkursen) und Verspätungen registriert werden. Dank dem Stundenplan kann TeacherTool die Verspätungen automatisch selbst berechnen – das morgendliche Kopfrechnen entfällt hier also ;-)

Weiterhin ist es möglich Fehlzeiten auch nachträglich, z.B. mit einem anderen Datum, zu speichern und auf Wunsch die aktuellen Fehlstunden per E-Mail an das Schulsekretariat oder den Jahrgangsstufenleiter zu senden.

Unentschuldigte Fehlzeiten tauchen rot, entschuldigte grün in der Übersicht auf. Fehlende Schüler werden in der Personenverwaltung von nun an mit einem dicken “ABWESEND”- Stempel markiert.

Die Notenzentrale

Die wohl größte Veränderung hat die Notenzentrale, früher “Notenfindung” erfahren.

TeacherTool unterstützt eine Vielzahl internationaler Notensysteme (Australien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, UK, Italien, Mazedonien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Peru, Polen, Portugal, Russland, Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechien, Ukraine, Ungarn, USA), welche im laufenden Betrieb reversibel geändert werden können.

Viel besser als wir es jemals könnten, kann das Video des Entwicklers alle Neuerungen erklären: ihr findet es hier!

In diesem Bereich hat TeacherTool eine große Zahl an zusätzlichen Funktionen und optischen Überarbeitungen erfahren, die die Benutzung erleichtern und TeacherTool zu einem noch mächtigeren Werkzeug machen. Ein Lehrerkalender aus Papier kann hier längst nicht mehr mithalten.

Fazit

TeacherTool hat seit seinem Release mit fast jedem Update neue Funktionen erhalten, doch Version 2.0 stellt alles bisherige in den Schatten.
In diesem Artikel konnten wir gar nicht all das zeigen, was die Nutzer mit der kommenden Version erwartet, aber hoffen doch die wichtigsten Sachen gezeigt zu haben. Auch wenn unser RC noch etwas instabil lief,  können wir mit Fug und Recht sagen: Gut gemacht lieber Entwickler – wirklich solide Arbeit! Wenn die letzten Kinderkrankheiten ausgemerzt sind hat auch Version 2.0 eine rosige Zukunft im App Store vor sich.

Release

Wie man (herrlich) im Lehrertreff- Forum mitverfolgen kann, warten unsere Pädagogen ganz ungeduldig auf die neue Version! Wenn alles klappt soll der Release noch im Mai stattfinden. Das Update ist kostenlos – wer sich TeacherTool zum allerersten Mal “gönnt” hat weiterhin 24,99€ zu zahlen.

Ein Wort noch…

…zum Thema iPad: TeacherTool 2.0 wird keine explizit für das iPad entwickelte App werden. Die Darstellung wird auf das größere Display angepasst sein.

…zum Thema Desktopversion: Eine Desktopversion von TecherTool ist in Planung, jedoch werden wohl noch ein paar Liter Wasser die Pader hinabfließen, bis diese erscheint. Die Gründe dafür sind vielfältig – unter anderem spielt der Funktionsumfang des iPhone OS noch nicht so ganz mit ;-)

{lang: 'de'}