[TechTest] Der neue iMac 21,5″ im Dauertest

Der iMac 21,5" in unserer Redaktion

Insgesamt 18 Tage durften wir den 21,5″ iMac der aktuellen Generation in unserer Redaktion ausgiebig auf Herz und Nieren testen – zum Vergleich stand übrigens ein 20″ iMac der letzten Generation gleich daneben.

Unser Testgerät ist das derzeit kleinste verfügbare Standardmodell aus der Reihe mit einem 3.06Ghz Intel Core 2 Duo Prozessor und 4GB Arbeitsspeicher. Außerdem war die Magic Mouse (gesonderter Testbericht) und die Bluetooth Tastatur im Lieferumfang standardmäßig enthalten.

Neben technischen Details haben wir in unserem Test vor allem die Weiterentwicklung seit der letzten Generation unter die Lupe genommen.
Zunächst einmal aber einen kurzen Überblick über die technischen Spezifikationen unserer Testkandidaten:

Das Design
Äußerlich sind die Unterschiede zwischen aktuellem Modell und Vorgänger eigentlich gar nicht so groß – sprich man hat sich nicht komplett von der bisherigen Designlinie gelöst.

Das aktuelle Modell hat ein Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung im 16:9 Format, was durch eine sehr gute und helle Darstellung im wahrsten Sinne des Wortes besticht. Beim Vorgänger setzte man noch auf die herkömmliche LCD-Technik, welche im direkten Vergleich deutlich dunkler ist und einen gut sichtbaren Blaustich hat, welcher vorher gar nicht aufgefallen ist.

Die schmale Aluumrandung des Panels entfällt, das Glas wird komplett bis zum Rand gezogen. Dies wirkt etwas moderner und gefällt dem Benutzer, stellt aber das zeitlose Design der Vorgänger nicht unbedingt in den Schatten.

Die Geräterückseite ist inzwischen komplett aus Alu gefertigt – beim Vorgänger kam hier noch schwarzes Plastik zum Einsatz. Neben der besseren Wärmeableitung wirkt der iMac deutlich wertiger und stabiler. Eben “wie aus einem Guss”.

Vergrößern

Leider ist der Designänderung auch der Ein-/Ausschalter “zum Opfer gefallen”. Soll bedeuten: beim iMac mit Plastikrückseite war der Schalter etwas eingewölbt, sodass man ihn quasi blind finden konnte. Mit der neusten iMac-Generation hat man sich dazu entschlossen, diesen bündig mit der Aluoberfläche abschließen zu lassen. Hier bedarf es schon etwas an Eingewöhnung, ihn zu finden.

Etwas dünner fällt, trotz höherem Gewicht, der Standfuß aus. Dieser ist weiterhin aus Alu gefertigt und verfügt über das obligatorische Loch für die Durchführung des Netzkabels an der Rückseite des iMacs, wo sich (verdeckt) das Netzteil befindet.

 

Leistung
Apple ist inzwischen auch bei den iMacs dazu übergegangen, Desktop-CPUs einzusetzen.

Det alte iMac trägt noch einen Intel Mobile Core 2 Duo mit 2.66GHz und 6MB gemeinsam genutzten L2-Cache (exklusiv für Apple produziert) in sich, während im aktuellen Modell eine Intel Desktop Core 2 Duo CPU mit 3.06GHz und 3MB gemeinsam genutzten L2-Cache arbeitet. Beide Prozessoren arbeiten mit der aktuellen Penryn Plattform und 1066MHz Frontside-Bus.

Der Arbeitsspeicher ist um 2GB auf nun insgesamt 4GB DDR3 SDRAM aufgerüstet worden – für weitere Bausteine stehen nun insgesamt vier Speicherbänke zur Verfügung.

Die deutlich gesteigerte Leistung macht sich natürlich auch in den Benchmarks bemerkbar. Wir haben für die Analyse auf “Geekbench 2” zurückgegriffen.

Benchmarkergebnisse (auf das Bild klicken)

Gesamtbewertung
Der neue iMac gefällt, was auch die Rückgabe an Apple für uns zu einem “schweren Schritt” gemacht hat. Gerne hätten wir den Kleinen noch ein wenig länger hier behalten.

Die gesteigerte Leistung und das deutlich bessere Display überzeugten uns auf Anhieb. Die Entscheidung, den iMac standardmäßig mit Bluetooth-Keyboard und Magic Mouse auszuliefern war goldrichtig und reduziert das Kabelwirrwarr auf ein absolutes Minimum.

Leider übertrug die Festplatte die Vibrationen zu stark auf das Gehäuse des iMacs, was sie deutlich hörbar machte. Im normalen Betrieb ist es durchaus hinnehmbar – der Genuss von Filmen ist jedoch etwas getrübt.
Auch die eingebauten Stereolautsprecher wollen nicht so ganz überzeugen. Gegenüber dem Vorgänger klingen sie etwas dumpfer und bleiben hinter den Erwartungen zurück.

Wer einen guten Desktop-Rechner mit einem fortschrittlichen und innovativem Betriebssystem sucht und sich mit den kleinen Schwächen arrangieren kann, der trifft mit dem iMac
die richtige Entscheidung. Bereits das Einstiegsmodell bietet genügend Ressourcen für anspruchsvolle Anwendungen.

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