[TechTest] Die Apple Magic Mouse

Wir haben in den letzten zwei Wochen die Apple Magic Mouse eingehend testen dürfen und möchten euch nun unsere Eindrücke schildern.

Die Maus kam gemeinsam mit einem iMac 21,5″ (Testbericht dazu folgt später) vor zwei Wochen in der Redaktion an und musste nach dem Auspacken natürlich sogleich ausprobiert werden. Von Apple mit zwei AA-Batterien bestückt ging es dann auch sogleich an den Mac: Magic Mouse ein, iMac an und kurz gewartet – schon ging es rund.

Die flache Bauweise und die Empfindlichkeit der Multitouchoberfläche der Maus erforderte einiges an Überwindung, die über die Jahre “eingefleischte” Handhaltung teilweise über den Haufen zu werfen und eine völlig neue Beziehung zur Maus herzustellen.

“Herstellen” ist hier ein gutes Stichwort – die Maus ist kabellos. Eine Verbindung zwischen ihr und dem Mac wird via Bluetooth aufgebaut, was auch die eindeutige Zuordnung zu einem Gerät möglich macht. Ist also mehr als eine Magic Mouse im Raum, kommen diese sich nicht ins Gehege.
Über die Systemeinstellungen lässt sich die Maus komplett nach den eigenen Wünschen konfigurieren.

Das macht vor allem deshalb Sinn, da die Magic Mouse im Grunde über keine Maustasten und Scrollrad mehr verfügt.
Für Klicks ist weiterhin eine mechanische Erkennung eingebaut (wie auch schon bei der Mighty Mouse) – Scrollen wird bei diesem Modell aber nun über die Multitouch-Oberfläche erkannt.
Die Bewegungen der Maus werden von einem Laser erfasst

Die Multitouch-Oberfläche arbeitet mit dem selben Prinzip, wie die aus den aktuellen MacBooks bekannten Multitouch-Trackpads: Hinter verschiedenen Fingergesten stecken vorher definierte Funktionen.

Die Gesten der Apple Magic Mouse ©Apple Inc.

Das Erlernen dieser Gesten ist im Grunde sehr einfach und intuitiv – die Anwendung hingegen benötigt erst eine gewisse Übungszeit, da die Maus mit dem Daumen und Ringfinger gehalten wird. Der Zeige- und Mittelfinger (bei einer normalen Maus für das Klicken zuständig) führt dann die Geste aus.
Mir rutschte die Maus dabei erst ein paar Mal aus der Hand, da je nach Beschaffenheit der Haut eine gewisse Haftung zwischen Maus und Fingern bestand, die das Gerät dann unfreiwillig an den Fingern “kleben” ließ.
Nach etwa einem Tag klappt der Umgang dann allerdings schon sehr gut.

Jedem Nutzer der Magic Mouse sei allerdings ein weiches Mousepad empfohlen, sofern er nicht mit Oropax vor dem Mac sitzen möchte. Denn die Gleitfläche unter der Maus ist aus sehr hartem Plastik gefertigt, was in Verbindung mit Holztischen bzw. besser gesagt mit vielen harten Untergründen zu unschönen und lauten Kratzgeräuschen führt.

Gewöhnungsbedürftig: die Magic Mouse in der Hand

Vor dem Kauf der Maus empfehlen wir außerdem, die Maus einmal bei einem Händler vor Ort zu testen. Die zunächst ungewohnte Haltung der Maus ist nicht unbedingt jedermanns Sache und da wäre es Schade, 69€ für eine wirklich gut entwickelte Maus hinzublättern, welche dann in einer Schublade unbenutzt weiterleben muss.

Systemvoraussetzung für die Magic Mouse ist ein Mac mit Bluetooth und mindestens Mac OS X 10.5.8

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