Gestern war Keynote und das lang erwartete Mac OS X 10.6 Snow Leopard wurde in seinen vollen Zügen den Entwicklern und Journalisten vorgestellt.
So viele Neuigkeiten, wie es damals bei OS X 10.5 Leopard zu vermelden gab, gibt es beim neuen Apple Betriebssystem dieses Mal zwar nicht, jedoch liegt bei Apple das Augenmerk wie so oft auf den Details.
Wenn Snow Leopard im September diesen Jahres an die User auf der ganzen Welt zum Preis von 29$ für die normale Version und 49$ für die Familienlizenz verteilt wird (Upgradepreis für 10.5 User!), dann werden viele Benutzer das dann noch schnellere System zu schätzen wissen. So gesehen, ist Snow Leopard vor allem ein geschwindigkeitoptimiertes OS X 10.5.
Der Finder ist laut Apple zwar weiterhin alt bekannt und einfach aufgebaut, jedoch für die belange des neuen OS komplett neu programmiert. Außerdem ist der Finder nun 64-bit optimiert und somit bestens fürdie Zukunft gerüstet.
Auch die Time Machine Backups sollen nun in Verbindung mit der Time Capsule um bis zu 50% schneller von Statten gehen.
Was man bei Windows gerne lesen würde ist im Bezug auf Mac OS eigentlich quasi ein Ding des unmöglichen: Die eigentlich phänomenal kurze Installationszeit des Betriebssystems soll durch Snow Leopard um sage und schreibe 45% noch einmal gedrückt werden können. Zudem ist Snow Leopard um 6GB kleiner als sein Vorgänger.
QuickTime X ist die nächste Generation des multimedialen Arbeitens auf dem Mac. Verbesserte Farbdarstellung von Videos und eine neue Benutzeroberfläche laden zum effizienten Arbeiten ein.
Durch die Unterstützung von 64-bit Prozessoren sind nun alle Systemprogramme in der Lage den Arbeitsspeicher und die Prozessorleistung optimal zu nutzen. – Theoretisch könnte man einen Mac mit dieser Technologie mit 16 Terrabyte Arbeitsspeicher bestücken. Mit einem 32-bit System sind lediglich 32 Gigabyte möglich.
Eine Kompatibilität mit 32-bit Programmen auf dem Mac ist aber weiterhin gegeben.
“Grand Central Dispatch” sorgt dafür, dass der Mac mit noch mehr Prozessorkernen zurecht kommt. Denn nicht nur die Taktfrequenz des Prozessors ist ausschlaggebend für die Rechengeschwindigkeit, sondern auch die Anzahl der Kerne. Dieses System sorgt dafür, dass die Kerne optimal genutzt werden und der Mac flott arbeitet.
Und für Grafikjunkies ist “OpenCL” sicherlich interessant. Dieses Systemfeature sorgt nämlich für eine optimale Ausbeute des Grafikprozessors, was deutlich bessere Darstellungsleistungen zur Folge hat.
Vorraussetzung für Snow Leopard ist ein Intel-Mac sowie mindest 1GB RAM.
Mit dem “Mac OS X Snow Leopard Up-to-Date-Programm” können Kunden, die ab dem 08. Juni einen neuen Mac kaufen, der noch nicht mit Snow Leopard ausgerüstet ist, für 8,95€ Bearbeitungs- und Versandgebühr das Update bei Apple erwerben.






